Barcode und RFID: Identifikationstechnologien in Mehrwegsystemen

PMG Team • 19. August 2026

In Mehrwegsystemen ist die eindeutige Identifikation von Behältern und Ladungsträgern eine grundlegende Voraussetzung für funktionierende Prozesse. Nur wenn Objekte zuverlässig erkannt und zugeordnet werden können, lassen sich Umläufe nachvollziehen, Bestände steuern und Prozesse effizient organisieren.

In der Praxis kommen dafür unterschiedliche Technologien zum Einsatz – insbesondere Barcode- und RFID-Systeme.

Barcode: visuelle, prozessgesteuerte Identifikation

Barcode-Systeme basieren auf optischer Erfassung.

Die Identifikation erfolgt durch das gezielte Scannen eines Codes.


Typische Eigenschaften:

  • visuelle Erfassung eines Codes
  • definierte Scanpunkte im Prozess
  • einfache Integration in bestehende Systeme
  • hohe Verbreitung in Logistik und Produktion


👉 Barcode wird dort eingesetzt, wo Objekte bewusst im Prozess erfasst werden und klare Prozessschritte vorhanden sind.

 

RFID: automatisierte, kontaktlose Datenerfassung

RFID basiert auf Funktechnologie zur Identifikation von Objekten.

Die Erfassung erfolgt ohne direkten Sichtkontakt und kann automatisiert in Prozessabläufe integriert werden.


Typische Eigenschaften:

  • kontaktlose Identifikation
  • Erfassung mehrerer Objekte gleichzeitig
  • automatische Datenerfassung im Durchlauf
  • Integration in dynamische Prozessumgebungen


👉 RFID wird insbesondere dort eingesetzt, wo Objekte kontinuierlich durch Prozesse bewegt werden und eine automatisierte Erfassung erforderlich ist.


Zwei Technologien – eine gemeinsame Zielsetzung

Barcode und RFID verfolgen kein konkurrierendes Ziel, sondern ergänzen sich im Kontext moderner Logistiksysteme. Beide dienen dazu, Objekte eindeutig identifizierbar zu machen und Daten über deren Bewegung im System bereitzustellen.

Der Unterschied liegt ausschließlich in der Art der Datenerfassung und der Integration in Prozesse.


Einsatz in Mehrwegsystemen

In Mehrwegsystemen werden beide Technologien je nach Prozessanforderung eingesetzt.

Typische Anwendungen:

  • Barcode für manuelle Erfassungsschritte, visuelle Kontrolle und Standardprozesse
  • RFID für automatisierte Erfassung entlang von Transport-, Lager- und Umlaufprozessen


👉 Entscheidend ist dabei die Einbettung in die Gesamtstruktur des Systems, nicht die einzelne Technologie.

Mit steigender Komplexität von Mehrwegsystemen wächst die Bedeutung einer durchgängigen Identifikation von Objekten im Umlauf.

Dabei wird vor allem relevant, wie zuverlässig und vollständig Bewegungen im System erfasst werden können.

 

Fazit

Barcode und RFID sind zwei etablierte Technologien zur Identifikation von Objekten in logistischen und industriellen Prozessen. In modernen Mehrwegsystemen werden sie entsprechend ihrer jeweiligen Stärken eingesetzt, um eine durchgängige Identifikation und Nachverfolgbarkeit von Behältern zu ermöglichen.

Jetzt beraten lassen.

Bereit für die Zukunft der Kennzeichnung? Lassen Sie sich von unseren Experten beraten!

Weitere Beiträge

von PMG Team 5. August 2026
Mehrwegsysteme gelten als zentraler Baustein einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Warum Mehrwegsysteme in der Praxis an fehlender Transparenz scheitern
von PMG Team 29. Juli 2026
Die PPWR Verordnung betrifft nicht nur Materialien oder Verpackungsarten, sondern vor allem die Struktur von Verpackungs- und Logistiksystemen.
von PMG Team 15. Juli 2026
Die PPWR 2025/40 stellt neue Anforderungen an Verpackungs- und Mehrwegsysteme in der EU. Erfahren Sie, wie Sie ihre Prozesse zukunftssicher gestalten können.
Show More